Preisbestandteile von Energiekosten

Strompreis und Energiekostenbestandteile

In den letzten Jahren kennt der Strompreis nur eine Richtung, stetig steigt der Strompreis. Eine Zusammensetzung der Energiekostenbestandteile sollte Verbraucher zu Überlegungen kommen lassen, die Energiewende und deren Kosten sowie deren Auswirkungen zu überdenken. Es wird immer wichtiger selbst Strom zu erzeugen, beispielsweise durch Kleinwindanlagen oder Photovoltaik und auch selbst den Eigenstrom zu nutzen.
Eine Übersicht der Energiekostenbestandteile mit Beispielen eines Stromversorgers und im Vergleich die Kosten eines durchschnittlich verbrauchenden Haushalts.

Konzessionsabgabe Entgelt für die Mitbenutzung durch Versorgungsleitungen:

Die Konzessionsabgabe ist ein Entgelt an die Kommune für die Mitbenutzung von öffentlichen Verkehrswegen durch Versorgungsleitungen. Ihre Höhe ist durch eine Konzessionsabgabenverordnung geregelt und begründet. Im Durchschnitt betragen die Koste 1-2 Cent pro Kilowattstunde. Am Beispiel der Stadtwerke Brunsbüttel liegen die Konzessionsabgaben bei 1,32 Ct/kwh netto. Im Bundesdurchschnitt ca. 5,8%.

Stromsteuer oder  Energiesteuer gedeckt durch das Stromsteuergesetz

Die Stromsteuer oder Energiesteuer ist eine durch das Stromsteuergesetz, im Energiesteuergesetz, geregelte Steuer auf den Eigenverbrauch und beträgt aktuell 2,05 ct/kwh netto. Die Stromsteuer macht ungefähr 7% der Kosten für den durchschnittlichen Strombezug aus.

EEG-Umlage für Strom aus Windkraft, Wasserkraft Photovoltaikanlagen und Biogasanlagen

Preisbestandteile fder Energiekosten sind durch Photovoltaikanlagen entstanden

Erneuerbare Energien mit Solaranlagen

Mit der EEG-Umlage wird die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien, also aus Windkraft-, Wasserkraft-, Solar- und Biogasanlagen gefördert. Die aus dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) entstehenden Mehrbelastungen werden bundesweit auf den Letztverbraucher umgelegt. Die Höhe der EEG-Umlage für 2013 wurde mit 5,277 Ct / kwh netto und für 2014 mit 6,240 Ct / kwh neu festgelegt. Die EEG Umlage liegt bei einem Anteil der Energiekosten um 18,5 % der durchschnittlichen Energiekosten eines Haushalts.

KWK-G Umlage -Kraftwärme-Kopplungsgesetz trifft auch Verbraucher

Mit KWK-G Umlage wird die ressourcenschonende gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme gefördert. Die aus dem Kraftwärme-Kopplungsgesetz (KWKG) entstehenden Belastungen werden bundesweit auf die Letztverbraucher umgelegt. Für 2013 wurden 0,126 Ct / kwh netto, für 2014 0,178 Ct / kwh veranschlagt. Diese Angaben gelten für einen Stromverbrauch bis zu 100.000 kwh/Jahr. Im Bundesdurchschnitt bei ungefähr 0,5% der Strombezugskosten.

§ 19StromNEV- Umlage für die Befreiung von energieintensiven Betrieben von Netzentgelten

Mit der §19 Strom NEV- Umlage wird die Entastung bzw. die Befreiung stromintensiver Unternehmen von Netzentgelten finanziert. Die aus der Strom-Netzentgeltverordnung (Strom NEV) entstehenden Belastungen werden bundesweit auf die Letztverbraucher umgelegt. (2013 lag die Umlage bei0,329 Ct/kwh netto, für 2014 mit 0,187 Ct/ kwh netto. Die Umlage macht ungefähr 1,1% der Strombezugskosten aus.

Offshore Haftungsumlage trifft jeden Verbraucher auch ohne seine Zustimmung

Mit der Offshore-Haftungsumlage nach § 17 f Energiewirtschaftsgesetz werden Risiken bei der Anbindung von Offshore Windparks an das Stromnetz abgesichert. Die aus der Offshore-Haftungsumlage entstehenden Belastungen werden bundesweit auf die Letztverbraucher umgelegt (2014 0,25 Ct/kwh netto.) Die Offshore Haftungsumlage liegt bei ungefähr 0,9% der Strombezugskosten eines Durchschnittshaushalts.

Umlage für abschaltbare Lasten nach §18 AbLaV für Notstromerzeuger Kraftwerke

Anbieter von Abschaltleistungen aus abschaltbaren Lasten erhalten, wenn sie sich in Vereinbarungen mit Betreibern von Übertragungsnetzen zu Leistungen verpflichtet haben, die den Anforderungen dieser Verordnung genügen, Vergütungen für die Bereitstellung der Abschaltleistung für den vereinbarten Zeitraum (Leistungspreis sowie für jeden Abruf der Abschaltleistung (Arbeitspreis). Für 2014 werden erstmalig 0,009 ct/ kwh netto fällig. Im Moment ist diese Umlage kaum spürbar. Sie kann aber zu einer intensiven Belastung werden, wenn weitere Kraftwerke als Notstromerzeuger zur Reserve benötigt werden.

Infos zu kleinen Windrädern

 

Netznutzungsentgelte für den Zugang zu dem Stromverteilungsnetz

Beispiel:
Für die Nutzung des Stromverteilungsnetzes im Stadtgebiet Brunsbüttel hat der Energievertrieb ein Durchleitungsentgelt an den örtlichen Netzbetreiber in Höhe von 5,33 Ct/ kwh netto zu zahlen (2013 5,3 Ct/kwh). Im Bundesdurchschnitt sind ca. 21 % dafür zu zahlen.

Energiebeschaffungskosten:
Die Energiebeschaffungskosten betragen im Bundesgebiet rund 29 % der gesamten Stromkosten für den Verbraucher. Die Kosten sind natürlich von Energieversorger zu Energieversorger unterschiedlich.
Energiekosten und Mehrwertsteuer 19%
Die Mehrwertsteuer wird für den gesamten Strompreis mit all seinen Bestandteilen, also auch auf die oben genannten Steuern und Umlagen, zusätzlich erhoben.
Für das Stadtgebiet Brunsbüttel wird die Kilowattstunde mit 25,50 Cent berechnet inklusiv aller Steuern. Im Vorjahr waren es 24,8 Ct / kwh.
Quellenangaben:
Schreiben der Brunsbütteler Stadtwerke vom an die betroffenen Verbraucher. Verband kommunaler Unternehmen e.V. aus 10/2013

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Kleine Windräder bis 30 m Gesamthöhe in Schleswig-Holstein

In den Bundesländern sind verschiedene Verordnungen über die Zulassung von Windkraftanlagen im Umlauf. Leider konnte man sich nicht auf eine Verordnung einigen. Jedes Bundesland versucht seine eigene Suppe zu kochen.

Kleine Windräder wenig vom Runderlass in Schleswig-Holstein betroffen

In Schleswig-Holstein wurde ein gemeinsamer Runderlass erstellt, der vom Innenministerium, dem Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume und des Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr erarbeitet und publiziert wurde. Daraufhin kam es zu einem Ruck im Norden, dass keine kleinen Windräder erwünscht sind.

Die Leitlinie für Windkraftanlagen in Schleswig-Holstein

Schleswig-Holstein: Kleine Windkraftwerke bis 30 Meter. Windenergie selbst nutzen, Hauswindkraftwerke zur Energiekostenbremse nutzen.

Die Energiekostenbremse für die Landwirtschaft, Gewerbe und für Privathaushalte

Dieser Runderlass soll den Gemeinden und Bauplanern lediglich Grundsätze für die Bauleitplanung und für die Ausweisung von Windflächen für die Windenergienutzung vorgeben. Zusätzlich zu den Grundsätzen des Runderlasses sind die Immissionsschutzbedingungen, Naturschutz, Luftverkehr und weitere Nebenbedingungen, die auch regionaler Natur sein können, zu beachten.

Vielleicht sticht ein Satz dieses Runderlasses zu stark hervor:

„Auf Grund der Ausweisung von Eignungsgebieten für die Windenergienutzung in den Raumordnungsplänen ist außerhalb dieser Flächen die Errichtung von raumbedeutsamen Windkraftanlagen ausgeschlossen (landesplanerisches Ziel) und innerhalb der Flächen die besondere
Eignung des Gebietes festgestellt (landesplanerischer Grundsatz).

So langsam haben sich die Ämter und die Investoren diesen Grundsätzen genähert und es besteht weiterer Raum zur Interpretation.

Zulassung von Windkraftanlagen in Schleswig-Holstein

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Windenergiereport Thema Haus-Windkraftwerke fehlt

Windmonitor -Kleine Windenergieanlagen im Aufbau – Fraunhofer IWES

Das Fraunhofer Institut erstellt jährlich einen Windenergiereport, der käuflich zu erwerben ist. Ältere Jahrgänge von Windenergiereporten stehen kostenlos zum Download zur Verfügung.

In den Ausarbeitungen wird die Offshore (auf See) Windenergienutzung und die Onshore (An Land) Windenergienutzung thematisiert. Im Report 2011 werden zusätzlich Informationen über Windpotentiale und Windflächen onshore bereit gestellt.

Leider vermisse ich jegliche Angaben in diesem Windenergiereport über das Potential von kleinen Windkraftanlagen oder Ausarbeitungen und Daten dieser möglichen Zukunftstechnologie für jeden Verbraucher. Haus-Windkraftwerke werden für Verbraucher interessant.

Hier gelangen Sie zum >>Veröffentlichungen der IWES

Kleinwindanlagen werden zukünftig von Fraunhofer IWES thematisiert

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Windenergie und Nachranganleihen

Würden Sie in eine Nachranganleihe investieren?

Politiker starten eine Bürgeranleihe

Beteiligen Sie sich an der Bürgeranleihe! So ähnlich wird den Bürgern eine Anleihe mit minderer Qualität, eine sogenannte Nachranganleihe angeboten. Mit dieser Nachranganleihe sollen Bürger Geld verdienen – verdienen an der Energiewende.

Der Herausgeber der Werbebroschüre nennt selbst: „Ihr Geld ist bei uns sicher“. Ob einen Nachrandanleihe als sicher eingestuft wird, bleibt zunächst dahingestellt.

Schleswig-Holstein weist weitere Windeignungsflächen aus. Mit dem Neubau von Windenergieanlagen und einem Repowering alter Windkraftanlagen werden weitere Kapazitäten benötigt, um den Strom auch abliefern zu können. Dafür wird eine Stromtrasse an der Westküste zusätzlich benötigt. Diese muss finanziert werden. Daraufhin wurde eine sogenannte Bürgeranleihe konstruiert, so dass Bürger, die im nahen Umkreis des Investitionsbereiches liegen, bevorzugt zeichnen können. Geworben wird mit einer sicheren Anleihe.

Recherchieren Sie selbst, wie sicher diese Investition ist. Auf der folgenden Webseite erhalten Sie weitere Informationen zu der Bürgeranleihe für den Netzausbau.

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Was halten Sie von der Bürgeranleihe, die werbewirksam von Politikern dargestellt wird?

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